8.2.2 Gewitterdetektor

Letztes Update 27.09.2003

Noch nicht vollständig


8.2.2.1 Übersicht

Blitze sind elektrische Entladungen die zwischen Gebieten unterschiedlicher Raumladung in der Wolke oder zwischen Wolke und der Erdoberfläche stattfinden. Blitze werden in Gewitterwolken beobachtet. Diese bilden sich, wenn feuchte Luft zum Aufsteigen und zur Kondensation gebracht wird. Bei der Kondensation wird Wärme frei, die den weiteren Aufstieg der feuchten Luft unterstützt, so daß sich die Wolke bis zum Oberrand der Troposphäre erstrecken kann. In den mittleren Breiten können Gewitterwolken bis in 13 km Höhe reichen

Schönwetterfeld

In der Atmosphäre existiert permanent ein elektrisches Feld mit einer Potentialdifferenz von etwa 300000V zwischen der Erdoberfläche und der Elektrosphäre (ca. 50km). Der Erdboden bildet dabei den negativen Pol. Unter dem Einfluß dieses Feldes fließt ein Strom der Stärke 1000 A vermittelt durch Ionen. Dieser Strom baut das Feld ab, es ist daher ein Ladevorgang notwendig. Dieses Aufladen des 'Erdkondensators' wird durch Gewitter besorgt.

Ladungstrennung in der Wolke

Durch verschiedene Prozesse innerhalb der Gewitterwolke findet eine Trennung von elektrischen Ladungen statt. Diese Ladungstrennung ist mikroskopischer und makroskopischer Natur. Im Resultat von Kollisionen und anderen Wechselwirkungsprozessen zwischen Eis- und Wasserteilchen, sowie durch induktive Prozesse sind kleine Eisteilchen positiv geladen, während große Niederschlagsteilchen negative Ladungen tragen. Eine großräumige Separation dieser Teilchen erfolgt dann durch die starken vertikalen Luftströmungen in der Wolke. Die leichten Eispartikel finden sich im oberen Teil der Wolke, wodurch sich ein positives Ladungszentrum aufbaut. Im unteren Teil der Wolke entsteht dagegen ein negatives Ladungszentrum. Das elektrische Feld zwischen der Wolke und der Erdoberfläche ist dabei dem Schönwetterfeld entgegengerichtet und lokal wesentlich stärker.

Leitblitz

Wenn die Feldstärke einen kritischen Wert überschreitet beginnt sich aus der Wolke negative Ladungsträger in Form des sogenannten Leitblitzes gerichtet auf die Erdoberfläche zuzubewegen. Dieser Leitblitz bewegt sich in Sprüngen von einigen 10 Metern. Seine mittlere Geschwindigkeit beträgt etwa 1/20 der Lichtgeschwindigkeit. Er hinterläßt einen dünnen ionisierten Kanal, der kaum sichtbar ist und später vom Hauptblitz benutzt wird. Bei der Ausbildung des Leitblitzes entstehen auch die typischen Verästelungen.

Hauptblitz

Bei der Annäherung des Leitblitzes an die Erde erhöht sich die Konzentration positiver Ladungsträger im Erdboden nahe der Oberfläche. Wenn schließlich die lokale Feldstärke einen kritischen Wert überschreitet, kommt dem Leitblitz vom Erdboden aus eine Fangentladung entgegen. Diese geht dabei meist von erhöhten Punkten wie Hausdächern oder Bäumen aus, da dort die maximalen Feldstärken erreicht werden. Wenn der Blitzkanal geschlossen ist, bewegt sich die Ladung entlang des durch den Leitblitz ionisierten Kanals. Durch den Stromfluß heizt sich der Kanal auf, dabei wird Luft ionisiert und somit die Leitfähigkeit erhöht, was wiederum den Strom verstärkt. Auf diese Weise bleibt der Stromfluß auf einen dünnen Kanal begrenzt in dessen Zentrum bis zu 30000 K erreicht werden können. Der Strom kann über 100 kA betragen.

Das erhitzte Plasma im Blitzkanal dehnt sich dann explosionsartig aus, es entsteht eine Schockwelle, an der intensive Schallwellen, der Donner, generiert werden. Durch adiabatische Abkühlung sinkt die Temperatur wieder, die ionisierten Gase rekombinieren sich, die Leitfähigkeit nimmt wieder ab.

Ein Return-Stroke dauert meist nur einige Mikrosekunden an, es kann jedoch auch ein kontinuierlicher Strom für einige Millisekunden fließen. Abhängig ist dies vom 'Nachschub' an freien Ladungsträgern und auch von der magnetohydrodynamischen Stabilität des Blitzkanals. Die transportierte Ladungsmenge liegt in der Regel bei einigen Coulomb, die elektrische Energie bei einigen GigaJoule.

Die meisten Erdblitze bestehen aus mehreren Return-Strokes, die den Kanal des ersten Blitzes nutzen. Die Zeit zwischen den einzelnen Entladungen liegt bei 50-100 ms. Die Folge dieser Entladungen bilden das charakteristische Flackern des Blitzes.

Wolkenauflösung

Die meisten Blitze haben negative Ladung zur Erde transportiert, es verbleibt daher nach der Wolkenauflösung eine größere Anzahl positiver Ladungsträger in der oberen Troposphäre. Durch die Blitzentladungen vom negativen Ladungszentrum im unteren Teil der Wolke wurde negative Ladung zur Erde transportiert.

Durchschnittseigenschaften eines Blitzes

Eigenschaft

Durchschnittlicher Wert
Geschwindigkeit Stufenleitblitz 1.5*105 m/s
Geschwindigkeit Pfeilleitblitz 2*106 m/s
Geschwindigkeit Rückentladung 5*107 m/s
Blitzlänge 5 km
Temperatur in einem Blitz bis 30000 °C
Dauer eines Blitzes 200 ms
Zeit zwischen Rückentladungen 40 ms
Ladungsübertragung 25 C
Stromstärke 2000 A
Spannung 4*108 V


Dieses Bild zeigt eine Übersicht über die Schaltung. Der Detektor wird in einem Wasserdichten Gehäuse zur Außenmontage untergebracht. Das Digitalinterface beinhaltet den Zählerbaustein und das I2C-Bus Interface zur Anbindung an den PC über eine normale serielle Schnittstelle. Dazwischen kann bei Bedarf noch eine galvanische Trennung installiert werden, die in dieser Variante des Gewitterdetektors jedoch nicht vorhanden ist, weil die Störungen, die durch den DC/DC Wandler erzeugt wurden, nicht wirkungsvoll unterdrückt werden konnten.

8.2.2.2 Schaltung

Der Detektor besteht aus fünf Teilen. Dem Sensorteil, dem Interfaceteil, dem Anzeigeteil, der Testschaltungen und dem Gehäuseaufbau.

8.2.2.2.1 Sensorteil

Als L1 wurde eine Spule aus einem alten Radio benutzt. Sie kann aber auch selbst gewickelt werden. Ungefähr 65 Windungen auf einen 7mm (Durchmesser) Ferrikkern. Der Ferritkern wird so gekürzt, das er gerade auf die Platine passt (ca. 38 bis 40mm). Die Spule selbst sitzt auf einem Kunststoffrohr. Zum Testen wurde C2 durch einen Drehkondensator ersetzt und durch Vergleich mit einem Mittelwellenradio die Resonanzfrequenz bestimmt. Durch Interpolation wurde herausgefunden, das man mit C2 = 1000pF bei ungefähr 280 bis 320kHz empfängt., also irgendwo zwischen LW und MW. Hier sollten keine Sender liegen, so das ohne Probleme nur auf die Störungen geachtet werden kann. Als Empfänger wird der Baustein MK484 eingesetzt (der ZN414 von Ferranti wird nicht mehr vertrieben). Er besitzt einen kompletten integrierten HF-Verstärker, Demodulator und AGC. Die Versogungsspannung für den MK484 wird durch einen LM317L bereitgestellt. R4/C5 bilden einen Tiefpass von 1,5 kHz. Das ganze Signal wird in IC3a um den Faktor 100 Verstärkt und dann durch den Komparator IC3b geschickt, der die Ausgangsimpulse erzeugt. Die Empfindlichkeit wird über P1 eingestellt. Sie sollte immer etwas über den normalen Ruhepegel liegen. Die Versorgungsspannung der Schaltung von 4,12V wird über die Referenzdiode D1 erzeugt und muß deshalb 5 Volt betragen. Die 4,12 Volt wird über R10/R11 eingestellt. Da R11 parallel zu P1 und R9 liegt muß gelten, das R11 parallel P1 + R9 = 15 kOhm ist. Diese zusätzliche Stabilisierung ist notwendig, da das digitale Interface geringe Schwankungen auf der Versorgungsspannung erzeugt, die einen störenden Einfluß auf die Funktion des MK484 haben. D1 dient hier als schneller Regler.

Die Reichweite des Empfängers kann noch durch eine Antenne erhöht werden. Ein Draht von 30cm Länge reicht vollkommen aus. Befindet sich der Sensor mit der Antenne im Freien, sollte jedoch noch eine kleine Sicherheitsmaßnahme getroffen werden. Der Sensor sollte geerdet, und zwischen dem Antennen- und dem Erdanschluß ein Ableiter eingelötet werden.

Durch den Ferritkern besitzt die Spule L1 eine Richtungsabhängigkeit. Wird der Detektor nur mit einem Sensor aufgebaut, sollte das Gehäuse so aufgestellt werden, das der Ferritkern vom Boden zum Himmel zeigt. Wird mit zwei Sensoren gearbeitet, sollten die Ferritkerne parallel zur Erdoberfläche liegen. Einer von Nord nach Süd und der Andere von Ost nach West. Das wurde zwar noch nicht ausprobiert, aber wahrscheinlich läßt sich aus den Ergebnissen dann die Richtung des Gewitters bestimmen.

8.2.2.2.2 Interfaceteil

Das Interface besteht aus einem I2C-Bus Interface für die serielle Schnittstelle (IC4) wie es in 4.1.1 der Schaltungssammlung beschrieben ist, und zwei Impulszählern für die beiden Sensoren. Bei dem Zählerbaustein handelt es sich um den I2C-Bus Uhrenbaustein PCF8583 (IC5 und IC6). Er besitzt einen Countermodus und zählt in seinen Uhrzeitregistern Impulse von 0 bis 999999. Um die Intensität eines Blitzes richtig zu erfassen, befindet sich zwischen dem Sensor und dem Zähler noch ein Timerbaustein (IC7 und IC8). Diese Gewichtung des Blitzes passiert nach folgendem Schema:

Wird ohne den Timer gearbeitet, dann erzeugen kurze und lange Blitze die gleiche Anzahl von Impulsen für den Zähler. Im Prinzip kann nur ekannt werden, das ein Blitz vorhanden war.

Im anderen Fall wird das Ausgangssignal des Sensor auf den Reseteingang (Pin 4) des Timers gegeben. Wenn kein Blitz vorhanden ist, erzeugt der Timer keine Impulse. Kommt ein Blitz, erzeugt der Timer Impulse. Umso mehr, je länger der Blitz dauert. Die Anzahl der Impulse ist also ein Maß für die Intensität des Blitzes.

Auf der Platine befinden sich noch zwei zusätzliche Optionen, die je nach Bedarf beschaltet werden können.

1. Spannungsregler

Stehen keine stabilisierte 5V zur Verfügung (z.B. wenn die Spannung vom PC geholt wird) kann IC12 eingesetzt werden. Die Spannung kann dann über ein normales Steckernetzteil bezogen werden, welches eine unstabilisierte Spannung liefert. Die Spannung des Netzteils sollte mindestens 1 Volt über den benötigten 5 Volt liegen. Sie kann also auch aus dem Bordnetz eines Autos entnommen werden. Das wurde aber noch nicht ausprobiert. Sollte die Schaltung verrückt spielen, liegt es sehr wahrscheinlich an den hohen Störimpulsen, die durch die Zündspule verursacht werden.

2. I2C-Bus Interface

Da die Platine ein komplettes I2C-Bus Interface enthält, können die Signale SCL, SDA und die Versorgungsspannung natürlich auf einen Stecker gelegt werden, um hier noch andere I2C-Bus Geräte oder Bausteine anzuschliessen.

Sollte der Rechner schon über ein I2C-Bus Interface verfügen, kann es auf der Platine entfallen. Dazu werden folgende Bauteil nicht bestückt:

IC4, C9 bis C12, R15 bis R18, T1 und T2.

Bei IC4 sind dann zwei Drahtbrücken einzulöten. Zwischen Pin 7 und 10, und zwischen Pin 11 und 14.

8.2.2.2.3 Anzeigeteil

Das Anzeigeteil (Schaltplan) besteht aus einem akustischen und einem optischen Teil. Eine Unterscheidung zwischen den beiden Kanälen findet nicht statt. Sie werden über ein ODER-Gatter, bestehend aus D1, D2 und R35 zusammengeführt.

Der Kern des akustischen Teils ist ein Sinusgenerator (Bauteile um T4), der über T3 Ein- und Ausgeschaltet werden kann. IC9a ist als Monoflop geschaltet und sorgt bei kurzen Blitzimpulsen für einen ausreichend langen Piep. IC10 ist ein analoger Verstärker für die Sinusspannung. R34 und C23 bis C25 sorgen für eine zusätzlich Filterung der Versorgunsspannung. Bei der ersten Version wurde ein Piezo-Pieper eingesetzt. Dieser erzeugt Rechteckimpuls. Diese Impuls haben die Versorgungsspannung kurzzeitig so stark belastet, das diese Störungen Rückwirkung auf den Sensorteil hatten und einen Impuls ausgelöst haben. Das war ein klassischer Dead-Lock. Ein Blitz erzeugt einen Impuls. Der Impuls erzeugt einen Piep. Der Piep erzeugt eine Störung auf der Versorgungsspannung. Diese Störung erzeugt einen Impuls, usw. Das Teil hörte nicht wieder auf zu piepen. Deswegen wird das Piepsignal auch mit einem Sinusgenerator erzeugt und nicht mit einem Rechteckgenerator.

Der Kern der optischen Teils ist der Bar-Display-Driver LM3914. Er setzt eine analoge Spannung in eine mehr oder weniger leuchtende Anzahl von LEDs um. IC9b ist als Monoflop geschaltet. R36 und C26 ist so dimensioniert, das der Ausgangsimpuls immer mindestens 5ms lang ist. Maximal aber so lang wie der Gewitterimpuls. Mit diesem Impuls wird C27 geladen. Der LM3911 zeigt seinen maximalen Pegel bei 1,25Volt. R37, R38 und R39 haben also dafür zu sorgen, das die Spannung an C27 nicht größer als 1,25Volt wird, und das bei C27 diese 1,25Volt nach maximal 230ms anstehen. 230 ms, weil die durchschnittliche Blitzlänge bei ca. 200 bsi 250ms liegt.

8.2.2.2.4 Testschaltungen

Um die Funktion der Schaltung zu testen, gibt es vier Möglichkeiten:

1. Der Finger

Der Nullpegel des Empfängers liegt so bei 1,6 Volt (Pin 7 von IC3a). Die Schaltschwelle des Komparator IC3b sollte mit P1 so bei 1,7Volt eingestellt werden. Berührt man jetzt mit dem Finger den Stift P3, bzw. die Antenne, wird eine Störung in dem Empfänger induziert. Ein Piep sollte zu hören sein.

2. Ein Piezozünder

Brauchbar sind Piezo Zündelemente, z.B. von einem Gasherdanzünder in einer Entfernung von 0,5 bis 1,5 Meter. Die Impulsbreite liegt so bei 50 bis 100 µs. Ein Piep sollte zu hören sein. Die optische Anzeig sollte noch nicht reagieren, da die Impulsbreite > 5ms sein muß. Die Piezo-Feuerzeuge funktionieren hier nicht, weil sich um die Funkenstrecke meistens eine Metallabschirmung befindet.

3. Ein Pulsbreitensignal

Um die optische Anzeige zu testen, wurde mit zwei 555 Timern Testschaltung 1 aufgebaut. Mit ihr kann man Impulse erzeugen. Die Impulsbreite ist einstellbar von 2 bis 230ms. Dieser Impuls wird ca. alle 800 ms erzeugt. Die Anzeige sollte also ständig von 0 auf 100% hoch und runter gehen. Diese Testschaltung kann auf einer kleiner Platine untergebracht werden, die dann anstelle des Sensors an ST6 oder ST7 angeschlossen wird.

4. Ein Mittelwellensender

Die Resonanzfrequenz des Schwingkreises aus L1 und C2 sollte so ungefähr bei 300 kHz liegen. Mit f = 300000 Hz und C2 = 1nF berechnet sich L1 = 280 µH. Die einfachste Art der Abstimmung liegt in der Änderung von L1. Einfach ein paar Windungen mehr oder weniger. Um die Resonanzfrequenz einigermaßen zu erwischen wurde Testschaltung 2 aufgebaut. Es handelt sich um einen Mittelwellensender mit einigen Milliwatt Leistung. Über T2 wird das Trägersignal eingekoppelt. Es werden aus dem Schwingkreis mit Qz1 und IC2 über die Teiler von IC3 zwei Frequenzen erzeugt. 307 kHz für den Abgleich des Gewitterdetektors und 614 kHz um den Sender zu überprüfen. Über T1 wird ein hörbares NF-Signal eingespeist. Es erzeugt ein quietschendes Geräusch.

Abgleich des Senders: Zum Abgleich wird J2 mit C6 und J4 mit einer Kurzschlußsteckbrücke versehen und genauso J1 mit C7. Die Schaltung wird über eine 9Volt Batterie versorgt. Stellt man jetzt ein MW-Radio auf 612 kHz ein, sollte das Geräusch zu hören sein. Wenn das Geräusch nicht zu hören ist, dann viel Glück. Ist es zu hören, wird J4 entfernt und J3 mit C6 verbunden. Jetzt kann der Schwingkreis abgeglichen werden. Am einfachsten geht es, wenn P2 noch nicht eingelötet ist. C22 wird dann mit K4 vom Sensor verbunden. Wenn die Spule richtig gewickelt ist, sollte das Geräusch im Lautsprecher LS1 zu hören sein. Selbst wenn es ein bischen Leise ist, liegt man auf jeden schon mal in der Nähe der geforderten Resonanzfrequenz. Ist nichts zu hören, müssen eben ein paar Wicklungen mehr oder weniger auf die Spule.

8.2.2.2.5 Gehäuseaufbau

Der Zusammenbau der Schaltung.

8.2.2.3 Steckerbelegung

RS232 Anschluß
ST5 SubD9 weibchen

Pin Name Bedeutung Funktion
1 DCD Data Carrier Detect wird nicht benutzt
2 RxD Receive Data wird nicht benutzt
3 TxD Transmit Data wird nicht benutz
4 DTR Data Terminal Ready Schreiben der SCL Leitung
5 GND Ground Masse
6 DSR Data Set Ready Lesen der SCL Leitung
7 RTS Request To Send Schreiben der SDA Leitung
8 CTS Clear To Send Lesen der SDA Leitung
9 RI Ring Indicator Erkennung der Versorgungsspannung

Detektor Anschluß
ST6 und ST7 SubD9 weibchen

Pin Name Bedeutung Funktion
1     wird nicht benutzt
2     wird nicht benutzt
3     wird nicht benutzt
4 GND Masse Verbindung zum Detektor
5 Puls Impulse Verbindung zum Detektor
6     wird nicht benutzt
7     wird nicht benutzt
8  Anl Analogsignal Verbindung zum Detektor
9 Vcc +5V Verbindung zum Detektor

I2C-Bus Anschluß
ST8 SubD9 weibchen

Pin Name Bedeutung Funktion
1     wird nicht benutzt
2  SCL Serial Clock Für weitere I2C-Bus Geräte
3  SDA Serial Data Für weitere I2C-Bus Geräte
4 Vcc +5V Für weitere I2C-Bus Geräte
5 GND Masse Für weitere I2C-Bus Geräte
6     wird nicht benutzt
7     wird nicht benutzt
8     wird nicht benutzt
9     wird nicht benutzt

8.2.2.4 Kalibrierung

Hier gibt es nichts zu kalibrieren. Die Einstellung der Empfindlichkeit über P1 ist Erfahrungssache und wird später im Betrieb durchgeführt.

Ein Funktionstest des Digitalinterfaces kann durchgeführt werden, in dem man an ST5 Pin 2 und 3 miteinander verbindet. Der Timer liefert dann kontinuierlich eine Frequenz von ca. 2,7 kHz. Wird im PC eine 1 Sekunden Schleife programmiert, kann, je nach dem wie gut man diese Sekunde trifft, diese Frequenz im Testfeld der Software abgelesen werden.

Der Detektor kann mit einem Piezozünder getestet werden. Diese Zünder sind im Handel erhältlich. Einige liefern so um 15 kV und erzeugen in 1 Meter Entfernung einen ordentlichen Impuls.

Piezo-Impuls. Gemessen am Ausgangspin K4

Die gesamte Stromaufnahme der Schaltung liegt bei ca. 6 mA

8.2.2.5 Mechanik

Detektor ohne Antenne.

Digitalinterface

Anzeige

Testsender

Anzeigetest

8.2.2.6 Schaltplan und Layout

Schaltplan Sensor

Schaltplan Interface

Schaltplan Anzeige

Schaltplan Testschaltungen

Schaltplan Gehäuse

Layouts

8.2.2.7 Stückliste

Stückliste Detektor

8.2.2.8 Ergebnisse

Ergebnisse mit der 2-Kanal-Version liegen noch nicht vor. Im folgenden deshalb nur die 1-Kanal-Version.

Erklärung zu den Bildern von WetterOnline:

Farbliche Kennzeichnug der Blitzintensität in  den letzten 30 Minuten.

Gewitterereignis vom 23.6.2003

Große Überraschung. Nachdem ich heute den Detektor angeschlossen habe, fing das Ding häufig an zu Piepen. Der erste Gedanke war 'Störungen', weil die Impulse relativ klein waren, aber nach Einsicht der aufgezeichneten Daten sah es wie ein ganz schwaches Gweitter aus. Nach Konsultierung der Grafiken von WetterOnline stellte es sich als ein Gewitter heraus, welches von der Nordsee kam. Relativ stark über Cuxhaven, und etwas Schwächer über Brunsbüttel. Das ist eine Reichweite von über 100km ohne Antenne und der Detektor befand sich noch nicht mal im Freien, sondern lag mitten imWohnhaus.
 

 

Wie in der 19:00 Uhr Abbildung zu sehen, ist das Gewitter bis nach Kiel weitergezogen. Es wurde aber nicht vom Detektor erkannt. Das liegt daran, das die Empfangsspule einen Ferritkern besitzt und damit Richtungsabhängig ist. Da der Detektor nur so auf dem Arbeitstisch lag ist diesed Verhalten verständlich. Beim endgültigen Aufstellungsort wird die Spule senkrecht zur Erdoberfläche stehen, so das in alle Richtungen gleiche Empfangsqualität gewährleistet ist.

Gewitterereignis vom 1.7.2003

Auffällig sind die beiden großen Peaks bei 5:00 Uhr. Ich vermute mal, das liegt an der Empfangscharekteristik der Spule. Der Ferritkern steht jetzt senkrecht zur Erdoberfläche. Dadurch werden die Signal von oben natürlich nicht mit voller Stärke enpfangen. Das könnte die übrigen Signale sein. Die beiden Peaks scheinen Blitze zu sein, die in den Erdboden gegangen sind, denn hier kommt das magnetische Feld von der Seite, also der Hauptempfangsrichtung der Spule. Bei dem Ereignis von 17:30 Uhr ist das noch deutlicher zu sehen.

Es gibt jetzt mehrere Möglichkeiten:

  1. Der Bau einer Kugelantenne für magnetische Felder. Wie auch immer so etwas aussehen mag.
  2. Die Erweiterung um eine zweite Empfangsspule, deren Ferritstab in horizontaler Richtung verläuft und die irgendwie mit der 1. Spule gekoppelt wird.
  3. Der Bau eines zweiten Empfängers mit horizontaler Empfangsspule. Das Digitalinterface erlaubt mit relativ einfachen Mitteln die Erweiterung um einen zweiten Zählerbaustein.
  4. Alles so lassen wie es ist, denn wenn die Theorie tatsächlich stimmt, ist es ganz interessant direkte Blitzeinschläge auf den Boden deutlich zu erkennen.

Gewitterereignis vom 1.7.2003

Nach Konsultierung der Informationen von www.blids.de ist hier ein Mangel der Bilder von WetterOnline zu sehen. Bei blids.de sind deutlich die Gewitterereignisse in der Nähe des Standortes zu erkennen, während bei WetterOnline nichts zu sehen ist. Leider liefert blids.de keine Informationen über vergangene Ereignisse, sondern reicht nur bis 2 Stunden in die Vergangenheit.

Gewitterereignis vom 6.7.2003

Das ist mal wieder Typisch. Ich warte auf ein Gewitter über meinen Standort um mal Aufnahmen mit dem Oszilloskop zu machen, und dann kommt so etwas mitten in der Nacht. Mein Schlaf scheint sehr Tief zu sein.

Gewitterereignis vom 11.7.2003

Angaben für Oszillogramme = X-Ache in ms, Y-Achse in mV, gemessen an Messpunkt M2.